Uwe Schünemann neuer NLV-Präsident

Ovationen für Rita Girschikofsky - Uwe Schünemann neuer NLV-Präsident

Hannover -  Beim Niedersächsischen Leichtathletik-Verband (NLV) ist eine Ära zu Ende gegangen. Mit Ovationen im Stehen bedankten sich die Delegierten auf dem Verbandstag am 4. November 2018 in Hannover bei ihrer langjährigen Präsidentin Rita Girschikofsky. Nach der Rekordzeit von 24 Jahren trat die engagierte Funktionärin, die auch Präsidentin des Stadtsportbundes Hannover und Mitglied im NISH ist, nicht mehr zu den Wahlen an.  Ihr Nachfolger wurde der frühere niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann.

Girschikofsky hatte ihre Regentschaft 1994 begonnen, als die Fusion zwischen dem NLV und dem Niedersächsischen Fußball-Verband (NFV) gescheitert war. Die dreifache Mutter, die ihr Herz auf der Zunge trägt und nicht immer diplomatische Worte wählt, holte Top-Events wie die Leichtathletik-Team-Europameisterschaft 2014 in Braunschweig nach Niedersachsen. Für bundesweites Aufsehen sorgten 2012 auch gemeinsame Landesmeisterschaften für Behinderte und Nichtbehinderte.

Kein Wunder, dass beim Ehrungsmarathon in der Akademie des Sports die 73-Jährige aus Hannover im Mittelpunkt stand. Die Delegierten wählten Girschikofsky zur NLV-Ehrenpräsidentin, und Wolf-Rüdiger Umbach, Präsident des Landessportbundes Niedersachsen (LSB), überreichte ihr die LSB-Ehrennadel in Gold. 

Auch Jürgen Kessing, Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV),  würdigte die bisherige NLV-Chefin - die höchsten DLV-Auszeichnungen hatte sie schon vorher in ihrer langen Karriere erhalten.

Bei den Wahlen zum neuen Präsidium setzte sich wie erwartet Uwe Schünemann mit großer Mehrheit durch. Der 54 Jahre alte CDU-Politiker aus Holzminden war als Innenminister von 2003 bis 2013 auch für die Belange des Sports in dem Flächenland zuständig. 

Kurios: Schünemanns Vorgänger als Innenminister, der SPD-Politiker Heiner Bartling (1998 - 2003) , steht ebenfalls an der Spitze eines Sportfachverbandes. Bartling führt seit 2004 den Niedersächsischen Turnerbund (NTB).

Peter Hübner

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